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Genaue Haltungsinformationen zu jeder einzelnen Ameisenart, sind in der jeweiligen Produktdetailbeschreibung zu finden.

Ameisen erhalten: (erste Schritte):

Anleitung für Ameisen (deutsch) , (PDF 0,8 MB)
(Enthält: Informationen)

Ameisen Probleme:

Ameisensterben - mögliche Ursachen.

Warum einzelne Tiere oder gar die ganze Kolonie plötzlich sterben.
Wir können hier natürlich keine Ferndiagnose erstellen. Möchten aber die häufigsten Beispiele für mögliche Ursachen hier nennen

Wasser:

- in manchen Regionen ist das Trinkwasser sehr chlorhaltig, oder das Wasser aus Kupferleitungen steht etwas länger in der Leitung, so dass sich Kupfer links are only visible for registered users im Wasser lösen kann. Dieses kann für die meisten Insekten, aber auch für Fische, Reptilien und Säugetiere tödlich sein.

Empfehlung: Wenn möglich Regenwasser oder gefiltertes Wasser (wie in der Aquaristik) verwenden. Kein destilliertes Wasser links are only visible for registered users

Bodengrund:

- Einige Halter hatten unwissentlich Vogelsand mit Lehm vermischt und als Bodengrund verwendet und sich über das plötzliche und schnelle Ableben der Kolonie gewundert. Vogelsand soll ja normalerweise den Kot der Vögel auffangen. Aus diesem Grund gibt man auch desinfizierende Mittel in den Vogelsand.

Empfehlung: Am besten für eine "Sand/Lehmmischung" >unbehandelten< Quarzsand verwenden, der vorher ausgeheizt oder gewaschen wird.

Pflanzen:

- trotz vieler Warnungen werden immer wieder gerne lebende Pflanzen aus den Gartencentern in die Formicarien eingepflanzt, was verständlicherweise auch sehr dekorativ aussieht. Das Problem ist, dass die meisten Pflanzen mit Pestiziden getränkt wurden, um Schädlingsbefall vorzubeugen. Diese Stoffe sind aber auch für Ameisen giftig. Selbst langes Abspülen unter Wasser hilft da nicht viel. Die Symptome sind dann häufig, dass die Ameisen schon nach wenigen Stunden oder Tagen mit markanten Auffälligkeiten reagieren und auf dem Rücken oder auf der Seite liegen und nur noch mit den Beinen etwas zucken bevor sie sterben.

Empfehlung: Wenn möglich Pflanzen verwenden, die aus einem Terraristikfachgeschäft, einer Biogärtnerei stammen oder schon seit einem Jahr garantiert ohne Pestizide gehalten wurden.

Reinigung:

- Niemals mit einem handelsüblichen Glasreiniger oder anderen Reinigungsmitteln in das Formicarium sprühen.

Empfehlungen: Wenn das Reinigen mit klarem Wasser nicht möglich ist, sollte ein Bioreiniger verwendet werden.

Formicarienbau:

- Ein Formicarium selber zu bauen macht natürlich viel Spass. Hier sollte aber auf das richtige verwendete Material geachtet werden. Es sollte, wenn möglich, keine Lösungsmittel beinhalten oder wenn es nicht zu vermeiden ist, sehr lange vor Einbringung der Ameisen ausdunsten / trocknen. Beim Silikon wäre zu beachten, dass es kein antibakterielles, pilzhemmendes Sanitärsilikon ist.

Empfehlung: Wenn möglich lösungsmittelfreie Stoffe und Aquarien/Terrarienbausilikon verwenden

Fütterung:

- In unseren Lebensmitteln werden häufig Konservierungsstoffe verwendet. Es ist noch nicht geklärt in wieweit welche Stoffe in welcher Dosis für Insekten schädlich sein können.

- Lebendfuttertiere aus Massenzuchtbetrieben sind sehr häufig voll mit Parasiten und Krankheiten, die auch auf die Ameisen überspringen und die Ameisen somit schädigen und schlimmstenfalls töten können.

Empfehlung: Tierfutter oder Bio-Lebensmittel verfüttern und wenn Lebendfutter notwendig ist, dann frische Insekten aus der Natur sammeln, da hier das geringste Risiko zu befürchten ist.

Temperatur:

Viele Halter unterschätzen, dass sich so ein kleines Formicarium sehr schnell (wie ein Gewächshaus) aufheizen kann.
Ein am Fenster befindliches Formicarium kann sich schnell auf 60°C aufheizen, wenn die Sonne draufscheint oder ein Wärmespot drauf leuchtet.

Empfehlung: Wenn ein Formicarium beleuchtet oder beheizt wird, sollte ein Thermometer (besser noch mit min/max-Funktion) vorhanden sein.


Natürlich gibt es noch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten, die zum Tod einer Kolonie führen kann. Gerade während oder nach der Winterruhe ist bei europäischen Arten einiges zu beachten, wie z.B. die regelmässige Feuchtigkeitskontrolle bzw. Befeuchtung während der Winterruhe. Eine Austrocknung des Nestes während dieser Zeit ist häufig der Grund, dass Ameisen eingehen.

Königin legt keine Eier - mögliche Ursachen

Wenn eine Königin nach dem Schwarmflug (Kopulation) landet und ihre Flügel abwirft, ist diese in der Regel begattet und in der Lage Eier zu legen.
Doch folgende Gründe können Ursache sein, dass noch keine Eier so sehen oder zu finden sind!

Jahreszeit:

In den Herbst- und Wintermonaten legen Europäische Ameisenarten in der Regel keine Eier, da diese sich in Winterruhe befinden. Eier überleben die Winterruhe nicht - nur die Larven und Arbeiterinnen überleben diese Zeit.

Stress:

Bei einigen Arten kommt es vor, dass die Königin durch den Stress beim Transport oder ständiges Drehen, Neststörung etc. ihre Brut frisst.

Proteinmangel:

Wenn sich die Brut nicht weiterentwickelt, ist sehr häufig Proteinmangel (Insekten etc.) der Grund. Die meisten Ameisenarten können sich nicht nur vom Honig ernähren. Gerade für die Brutentwicklung ist eine proteinreichhaltige Nahrung sehr wichtig.

Versteckt:

Gerade nach einem Transport sind die Eier häufig im Transportbehälter verteilt oder in an der Watte vom Wassertank, die farblich identisch mit den Eiern ist. In dem Fall sollte man nach einem Transport die Tiere für ein paar Stunden in Ruhe lassen und beobachten, wo sich die Königin befindet. Häufig befindet sich die Brut am Boden im Kopfbereich der Königin.

Klima:

Eine Königin legt selbstverständlich nur dann Eier, wenn sie sich sicher fühlt und auch die Bedingungen stimmen (Bodengrund, Dunkelheit, Temperatur und Feuchtigkeit).

Da Formicarien die natürlichen Bedingungen der Tiere, künstlich nachempfinden müssen und auf diesem Gebiet noch viel experimentiert werden muss, sollten Einsteiger immer auf Arten zurückgreifen, wo schon viele Haltungsberichte zu lesen sind und ihr Formicarium so einrichten, welches bei den meisten Haltern zur erfolgreichen Gründung führte.

Wir haben hier nur die uns bekannten häufigsten Beispiele genannt - natürlich können auch Krankheiten, Verletzungen zu Entwicklungsproblemen führen.